Sachspenden für eine Kfz Werkstatt in Kamerun

lamine_teamDas ist Lamine (links im Bild), der Chef einer kleinen Kfz-Werkstatt in Lomié, im Süd-Osten von Kamerun. Wenn man seine “Werkstatt” sieht, glaubt man kaum, dass man dort vernünftig arbeiten kann. Kein hochmoderner Arbeitsplatz mit Hebebühne und dem besten Werkzeug, sondern hier muss man mit ein paar Schraubenschlüsseln, einem Hammer und ansonsten handwerklichem Geschick und Ideenreichtum auskommen. Die Hebebühne besteht aus Ketten, Umlaufrollen und der Anwendung der physikalischen Hebelgesetze. Das meiste wird auf offener Straße erledigt; auch Schweißarbeiten gehören dazu. Als Feuerlöscher dient ein Eimer mit 5 Litern Wasser. Dort hat der Begriff “Kfz-Mechaniker” noch eine andere Bedeutung, als bei uns. Es werden nicht einfach Ersatzteile in Original-Verpackung aus einem Regal geholt, sondern die Teile werden nach Möglichkeit repariert. Was hat denn auch “Mechanik” mit dem Aus- und Einbau von Teilen zu tun?

lamine_autoSelbst dieser “Schrotthaufen” wird wieder fahrbereit gemacht. Der Wagen war ein Totalschaden. Kaum ein Teil war noch heile. Da aber in Kamerun die Teile teuer, der Arbeitsaufwand hingegen sehr preiswert ist, rechnet sich ein Wiederaufbau – anders als in Deutschland – hier durchaus. Für ein anderes Fahrzeug wurde aus einem Stück glatten Blech ein Radkasten teilerneuert und eingeschweißt. Anschließend wurde der Kotflügel lackiert und man konnte keinen Unterschied zu den anderen Original-Teilen erkennen. Nach Fertigstellung des Pick-Ups wird er noch durch die “technische Kontrolle” (so eine Art “TÜV”) geschickt und verkauft. Irgendwie muss Lamine seine Übungsprojekte ja auch finanzieren. Ein solches Fahrzeug ist auf den Straßen um Lomié Gold wert, denn die Lehmpisten weisen mitunter doch riesige Schlaglöcher auf, sodass der hohe Unterboden äußerst hilfreich ist. Hier werden die Fahrzeuge höher anstatt tiefergelegt.

lamine_motorradOder sein Motorrad. Das hat er total ausgebrannt irgendwo gefunden. Heute sieht es doch schon wieder ganz ordentlich aus. Noch ein paar Kleinigkeiten und ein wenig Farbe, und es sieht wieder fast wie neu aus. Auch an diesem Übungsobjekt können seine Auszubildenden sehr viel lernen, schließlich umfasst es das gesamte Wissen um Mechanik, Blechbearbeitung und Lackierung. Aber natürlich wird nicht nur an den Übungsprojekten gearbeitet, sondern auch Kundenfahrzeuge werden ständig repariert. Arbeit ist genug da.

Lamine könnte eigentlich zufrieden sein. Sein Unternehmen wirft ein wenig Gewinn ab und wirklich reich kann man in Kamerun mit handwerklicher Arbeit nicht werden. Er sieht sich aber in der Verantwortung, etwas gegen die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen zu tun. Die Arbeitslosenquote beträgt in Kamerun etwa 25%; die der Jugendlichen ist noch höher. Lamine möchte weitere Jugendliche in Mechanik, Blechbearbeitung und Lackierung ausbilden und dafür benötigt er Ihre Unterstützung.

Haben Sie Werkzeuge, die zwar noch funktionsfähig sind, aber vielleicht nicht mehr dem neuesten Standard entsprechen? Könnten Sie sich von einem Teil dieses Werkzeugs trennen? Lamine ist insbesondere an folgenden Werkzeugen/Hilfsmitteln interessiert:

  • Hydraulikpresse zum Richten der Karosserie
  • Druckluft-Kompressor und Stromgenerator in einem Gerät, 5 kW (Diesel)
  • Sprühpistole (für Kompressor)
  • Poliergerät elektrisch
  • Exzenter Schleifer elektrisch
  • Schweißgerät (Gas)
  • Nietenpistole
  • Abschleppwagen

Wenn Sie etwas abzugeben haben, melden Sie sich bitte. Wir würden die Teile mit dem nächsten Container nach Kamerun verschiffen. Bitte helfen Sie mit! Natürlich können Sie auch Geld spenden oder für unsere weiteren Projekte spenden.


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